Sehenswürdigkeiten

Bei einem Rundgang durch das Atlantikstädtchen warten im historischen Stadtkern Swakopmund-Central zahlreiche Sehenswürdigkeiten auf einen Besuch.

Leuchtturm

Leuchtturm

Leuchtturm und Marinedenkmal

Mit einer Reichweite von etwa 35 Seemeilen ist der 21 Meter hohe rot-weiß gestreifte Leuchtturm Swakopmunds noch in Betrieb und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Würden Besucher in seiner Nähe nicht auf sanft im Wind wiegende Palmen stoßen, so könnte der Leuchtturm auch gut auf eine der nordfriesischen Inseln passen.

Erbaut wurde der Turm im Jahr 1902. Damals maß der Turm 11 Meter, acht Jahre später wurde er um zehn Meter erhöht.

Unweit des Leuchtturms steht das Marinedenkmal, das an die deutschen Soldaten erinnert, die während der Herero-Kriege fielen.

Altes Amtsgericht

Altes Amtsgericht

Bezirks- und Amtsgericht

In unmittelbarer Nähe liegt das ehemalige Kaiserliche Bezirksgericht. Heute dient das Gebäude dem namibischen Präsidenten als Residenz für die heißen Sommermonate. Errichtet wurde das Haus bereits im Jahre 1902 von Carl Schmid und ist somit eines der ältesten Gebäude der Stadt. Der Holzturm kam erst im Jahr 1945 hinzu. Wer auf seinem Spaziergang durch die Stadt einkehren möchte, der findet auf der gegenüberliegenden Straßenseite das „Café Anton“, das einen hervorragenden selbstgebackenen Kuchen serviert.

Ebenfalls in der Gegend befindet sich das Alte Amtsgericht. Eigentlich diente das Gebäude aus dem Jahr 1907 als Privatschule Als die finanziellen Mittel ausgingen, wurde es zum Amtsgericht umfunktioniert. Das Gebäude gilt als eines der schönsten der Stadt und ziert zahlreiche Fotos. Heute befinden sich hier Büros der Stadtverwaltung.

Das Swakopmunder Museum

Das Swakopmunder Museum wird privat betrieben und ist das größte Heimat- und Geschichtsmuseum des Landes. Neben einer botanischen Abteilung beherbergt das Museum auch geologische Exponate und informiert über die Frühgeschichte Namibias. Wissenswertes über die deutsche Kolonialzeit wird ebenso präsentiert wie eine Ausstellung über die Menschen in Namibia, in der vor allem über die unterschiedlichen ethischen Gruppen des Landes informiert wird. Das Museum wurde im Jahr 1951 von dem Zahnarzt Dr. Alfons Weber errichtet, der an einem Wettbewerb zur „wirkungsvollen Saisongestaltung“ teilnahm. Er reichte dort Unterlagen über ein Heimatmuseum ein, das er in einem Schuppen auf seinem Gelände unterbringen wollte. Seine Idee gewann den ersten Preis und so wurde der Startschuss für eine umfassende Sammlung gelegt. Das Museum liegt ganz in der Nähe des Leuchtturms und der Mole und ist täglich zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. Wechselnde Ausstellungen und Vorträge runden das Programm des Hauses ab.

Die Sam Cohen Bibliothek gehört ebenfalls zum Museum und beheimatet neben der umfangreichen Africana-Sammlung von Swakopmunds erstem Buchhändler Ferdinand Stich mehr als 10.000 Bücher sowie ein komplettes Zeitungsarchiv, das bis ins Jahr 1898 zurückgeht. Historische Landkarten und Fotos vervollständigen das Angebot.

Old Jetty

Old Jetty

Mole mit „Jetty“ und Aquarium

Direkt neben dem Museum liegt die Mole, die zwischen 1899 und 1903 angelegt wurde. Die Ufermauer wurde vom Baumeister Friedrich Wilhelm Ortloff entworfen und eigentlich wollte man hier vor allem Anlegeplätze für große Schiffe schaffen. Aufgrund der Sandablagerungen an der Küste war dies jedoch unmöglich und der Sand eroberte sich das Terrain schnell zurück. Nun legen an der Mole vor allem Vergnügungsboote an und der Palm Beach genannte Strand ist ein beliebter Aufenthaltsort für Wassersportler und Badegäste. Obwohl die Wassertemperaturen selten die 20-Grad-Marke knacken herrscht am Strand immer ein reger Betrieb. Wem das Wasser zu kalt ist, der kann in das an der Mole stehende große Hallenbad wechseln, das bei schönem Wetter sogar sein Dach öffnen kann.

Am Meer befindet sich der Anlegesteg Swakopmunds, von den Einheimischen „Jetty“ genannt. 1905 wurde die Brücke aus einer Holzkonstruktion errichtet, die jedoch der rauen See nicht lange Stand halten konnte. So wurde das Holz bereits 1911 durch Eisen ersetzt. Zunächst war ein Pier mit einer Länge von mehr als einem halben Kilometer geplant. Im Zuge des Ersten Weltkrieges verlagerte sich der Hafen nach Walvis Bay und die Arbeiten an der „Jetty“ blieben unvollendet. Nach einer Sperrung im Jahr 1985 restaurierte man den Steg aus Spendengeldern und so ist ein Teil der „Jetty“ seit 2006 wieder für einen Spaziergang zugänglich.

Das National Marine Aquarium liegt am Ende der Strandpromenade. Im Jahr 1994 wurde das Meerwasseraquarium eröffnet und präsentiert seinen Besuchern einen eindrucksvollen Glastunnel. Geöffnet ist außer montags täglich zwischen 10 und 16 Uhr, besonders empfehlenswert ist die Fütterung um 15 Uhr.